letzte Meldungen

Freitag, 12. November 2021

Abschied von Jan Piet de Man

Er verstarb viel zu früh am Abend des 11. November. Über viele Jahrzehnte hat er sich als Dipl.-Psychologe, Mediator und Wissenschaftler für Trennungskinder und die paritätische Doppelresidenz eingesetzt. An der belgischen Kindschaftsrechtsreform 2006 mit Einführung der Doppelresidenz als Regelfall war er maßgeblich beteiligt.[mehr]


Tages-Thema

Der heute vorgestellte Koalitionsvertrag bietet Trennungsfamilien einen Hoffnungsschimmer, hoffentlich auch eine echte Perspektive. Konkrete Festlegungen gibt es allerdings wenige. In Bezug auf Elternschaft steuert die Ampel aber...[mehr]

Kinder brauchen beide Eltern

Freitag, 12. November 2021

Start am 18.11.2021

Bitte helfen Sie aktiv mit, daß diese Aufklärungsaktion weit verbreitet wird! Am 18.11.2021 starten wir mit der Veröffentlichung auf Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und einer Web-Seite mit fachlichen Hintergrundinfos. Wir stellen benötigtes Material zum Verteilen zur Verfügung. Verfolgen Sie ab dem 18.11. unsere Web-Seite zu dieser Aktion unter https://genug-traenen.de und teilen Sie die Motive in den Social-Media.


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Chronologie der Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“ – wie politisch darf eine wissenschaftliche Studie sein?

Die Studie Kindeswohl und Umgangsrecht ist seit Jahren überfällig. Seit Beginn steht sie unter massiver Kritik und dem Verdacht politischer Einflussnahme. Was kann man von dieser Studie erwarten? Warum wird die Arbeit der Wissenschaftler politisch verschleiert und verzögert? Ein Versuch der Aufarbeitung.

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Bis das Kind zerrieben ist - VAfK-Auswertung zur Umfrage "Verfahrensdauer bei Sorge- und Umgangsrecht"

Verfahren im Sorge- und Umgangsrecht dauern häufig dreimal solange, wie vor der Reform 2008. Häufig so lange, bis das Kind zerrieben ist. So lautet auch der Titel unserer Auswertung der Umfrage zur Verfahrensdauer. Es stellt eine der qualitativ umfangreichsten Auswertungen kindschaftsrechtlicher Verfahren dar, die bisher in Deutschland erstellt wurden.

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aktuelle Meldungen

Donnerstag, 25. November 2021 spiegel.de

Familie sollte Männersache sein

Wer es ernst meint mit der Gleichberechtigung, der setzt einen Mann an die Spitze des Familienministeriums.[mehr]

Anlässlich der laufenden Koalitionsverhandlungen fordern die unterzeichnenden Verbände, Vereine und Initiativen, die bestehende Einseitigkeit von Betreuungsmodellen für Trennungsfamilien zu beenden und zu einer zeitgemäßen...[mehr]

Freitag, 12. November 2021 VAfK-Pressemitteilung

Koalitionsverhandlungen: Trennungsfamilien zurück in die Steinzeit?

Das Kindeswohl darf keine Verhandlungsmasse sein Die vereinbarte Vertraulichkeit der Koalitionsverhandlungen bekommt erneut Risse. Bereits zum zweiten Mal scheinen die Grünen bestimmte Lobbygruppen dazu aufgerufen zu haben, die...[mehr]

Der Verband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) begrüßt dieses „Gutachten“ beziehungsweise die „Beiratsstudie“. „Nach unserer Auffassung geben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wichtige und richtige Impulse, Maximen für...[mehr]

Donnerstag, 30. September 2021 aargauerzeitung.ch

In Gewerbe und Gesundheitswesen gibt es den kürzesten Vaterschaftsurlaub

Seit Anfang Jahr ist der gesetzliche Vaterschaftsurlaub in der Schweiz Tatsache. Eine Gewerkschaftsstudie zeigt nun, dass er je nach Branche sehr unterschiedlich angewandt wird.[mehr]

Veranstaltungen

Freitag, 09. Juli 2021 VAfK-Halle

Wieder Gruppentreffen des VAfK in Halle/Saale

Der Kreisverein in Halle/Saale setzt seine Arbeit wieder fort. Ab sofort gibt es regelmäßige Treffen der Selbsthilfegruppe. [mehr]

In der neuen Selbsthilfegruppe AKTIVES WARTEN können sich entfremdete Elternteile zusammenfinden, sich durch das gemeinsame Gespräch gegenseitig unterstützen, austauschen und helfen. AKTIVES WARTEN bedeutet dem entfremdeten Kind...[mehr]

Konflikte und der Umgang mit diesen begegnen uns früh in unserem Leben und bleiben ein steter Begleiter. Ungelöste Konflikte kosten eine Menge Lebenskraft und Lebenszeit. Sie geben uns ein Gefühl des Scheiterns und der Scham....[mehr]

Bilder von früheren Aktivitäten

jährliche Familienkongresse des VAfK von 2003 bis 2019
VAfK-Demos 2001 bis 2012 in Berlin

Pressemitteilungen

Im Missbrauchskomplex Münster wurde die Mutter des Jungen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Jugendamt wusste jahrelang von der Gefährdung. Kein Einzelfall, häufig verhindert das Geschlecht der Täterin effektiven...[mehr]

Die Wahlprüfsteine des Väteraufbruch für Kinder e.V. offenbaren gravierende Unkenntnis zu wichtigen Familienfragen und Konzeptlosigkeit zum Sorge-, Umgangs- und Unterhaltsrecht, gemeinsamer Elternschaft, Wechselmodell sowie dem...[mehr]

Ende Juli erschien vom Bundesfamilienministerium Monitor Familienforschung Nr. 43 unter dem Titel „Allein- oder Getrennterziehen – Lebenssituation, Übergänge, Herausforderungen“. Unterbelichtet bleib aus der Sicht des...[mehr]

Sonntag, 18. Juli 2021 VAfK-Pressemitteilung

10 Tage Vaterschaftsfreistellung jetzt – wir sind dabei

Nach der EU-Vereinbarkeitsrichtlinie haben alle Länder einen Rechtsanspruch auf eine zehntägige bezahlte Freistellung für Väter nach der Geburt zu garantieren. Die Bundesregierung verweigert sich dem, riskiert sogar...[mehr]

Die Vereinten Nationen haben erstmals über eine Individualbeschwerde zur UN-Kinderrechtskonvention gegen Deutschland entschieden. Der Fall offenbart schwerwiegende Mängel in der Anwendung des Familienrechts und beim Schutz von...[mehr]

Vatertags-Kanu-Tour 2018 des Kreisvereins Frankfurt/M.
Übergabe der Petition Doppelresidenz mit den ersten 12.000 Unterschriften.
Plenum beim Elternkongress 2018 in Karlsruhe

Aus dem Verein

Samstag, 18. September 2021 VAfK-Lippe

Tagung: Hochstrittigkeit in der Familie

Der VAfK-Lippe bietet in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe für "Verlassene Großeltern" am 18. September 2021 in Osnabrück eine Fachtagung an.[mehr]

Donnerstag, 26. November 2020 Väteraufbruch Hamburg

Mahnwache in Hamburg

Am 04. Dezember 2020 wird der Hamburger Landesverband vom Väteraufbruch für Kinder e.V. vor dem Landgericht Hamburg, am Sievekingplatz 1, eine Mahnwache abhalten.[mehr]

Dienstag, 18. August 2020 Christian Peters

Väteraufbruch auf dem Familientag in Hamburg

Am 29. August 2020 wird der Hamburger Familientag stattfinden. Im Netz und auch hier und da in Hamburg an bestimmten Orten. Der Väteraufbruch für Kinder Hamburg ist daran aktiv beteiligt.[mehr]

Inhaltliche Positionen des Väteraufbruch für Kinder e.V.

offizielle Beschlüsse der Bundesmitgliederversammlung zur inhaltlichen Ausrichtung der Vereinsarbeit

Ziel des Väteraufbruchs für Kinder e.V. ist es, das Aufwachsen von Kindern in ihren Familien durch ein verstärktes Engagement ihrer Väter und durch kooperative Elternschaft, insbesondere nach Trennung und Scheidung, nachhaltig zu verbessern.

Der VAfK versteht sich als Verein für Kinderrechte, als Familien- und Elternverband und als Organisation, die eine fürsorgende und liebevolle Beziehung beider Eltern zu ihren Kindern stärkt sowie für die Gleichstellung von Müttern und Vätern eintritt.

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Elternverantwortung hat Vorrang!

Mit der Entwicklung neuer Grundsätze hat der Väteraufbruch für Kinder e. V. (VAfK) das neuste Urteil des EGMR aufgegriffen. Stärker als bisher sollen Gesellschaft und Politik die Bindungen zwischen Kindern und ihren Eltern als Grundlagen des sozialen Zusammenhalts der Familien herstellen, fördern und schützen.

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Der Väteraufbruch für Kinder e.V. tritt dafür ein, dass die Rechte der Kinder auf ein liebevolles, ihre Entwicklung förderndes Familienleben staatlich/gesellschaftlich geschützt und durchgesetzt werden. Dazu ist zunächst ein Familienrecht erforderlich, das kooperatives Familienleben von Anfang an fördert und Väter und Mütter bei der Erfüllung ihrer gemeinsamen Sorgepflicht unterstützt. Um dies zu erreichen, braucht es mehr als nur kleiner Änderungen: es ist eine grundlegende Reform des aktuellen Familienrechtes und der notwendigen Begleitgesetze dringend erforderlich.

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Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EuGMR) vom 3.12.2009 im Fall Zaunegger müssen auch in Deutschland Väter, die mit der Mutter ihres gemeinsamen Kindes nicht verheiratet sind, einen Zugang zur gemeinsamen elterlichen Sorge erhalten, der unabhängig von der mütterlichen Zustimmung ist. Der Väteraufbruch für Kinder e.V. empfiehlt als Lösung die gemeinsame Sorge ab Vaterschaftsanerkennung, möglichst ab Geburt als Regelfall auch für alle nicht miteinander verheiratete Eltern. In einigen wenigen Ausnahmefällen, die gesetzlich genau zu bestimmen sind, mag diese Regel ausgesetzt sein. Notwendiger Teil dieser Lösung ist, dass die Vaterschaftsanerkennung ohne die Zustimmung der Mutter oder Dritter wirksam werden soll, aber begleitet werden muss von einer eidesstattlichen Erklärung des Anerkennenden, der Mutter in der Empfängniszeit beigewohnt zu haben. Darüber hinaus hat der Anerkennende vorab in eine genetische Untersuchung zur Klärung der leiblichen Abstammung nach BGB § 1598a einzuwilligen. Eine genetische Abstammungsuntersuchung kann unterbleiben, wenn die Mutter die Erklärung des Vaters bestätigt.

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In Deutschland ist inzwischen jedes dritte Kind von der Trennung seiner Eltern betroffen. Wenn ein Elternpaar sich trennt oder sich scheiden lässt, gehen Mann und Frau auseinander – als Vater und Mutter bleiben sie zusammen in der Verantwortung. Nach Trennung und Scheidung wird jedoch häufig wieder auf ein tradiertes Betreuungsmodell zurückgegriffen: Die Mutter kümmert sich um die Betreuung der Kinder, der Vater um die materielle Versorgung.

Kinder brauchen beide Eltern für eine förderliche Entwicklung. Das Betreuungsmodell der Paritätischen Doppelresidenz ermöglicht paritätische Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung und gewährleistet somit die Aufrechterhaltung und Förderung der Beziehung des Kindes zu seinen beiden Elternteilen. Dies entspricht den Vorgaben des Grundgesetzes und der UN-Kinderrechtskonvention.

Während das „Residenzmodell“ einen „Lebensmittelpunkt“ des Kindes bei einem „Hauptaufenthalts-Elternteil“ und „Umgangszeiten“ beim anderen, getrennt lebenden „Besuchs-Elternteil“ festlegt, bedeutet die Paritätische Doppelresidenz die gleichwertige, abwechselnde Betreuung von Kindern durch ihre getrennt lebenden bzw. geschiedenen Eltern.

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Allen Kindern beide Eltern von Anfang an – Gesellschaftliche Gleichstellung von Vater und Mutter ab Vaterschaftsanerkennung

Kinder nicht verheirateter Eltern, die keine Sorgeerklärung vor der Geburt ihres Kindes abgegeben haben sind rechtlich erheblich dadurch benachteiligt, dass sie nur einen sorgeberechtigten Elternteil haben. Es ist im Interesse der Kinder, dass beide Eltern ab der Geburt das gemeinsame Sorgerecht haben. Unser Grundgesetz sieht nicht vor, dass Eltern in Abhängigkeit vom Personenstand (weil verheiratet) in eine betreuende, sorgeberechtigte Mutter und umgangsberechtigten Vater geteilt werden. Vielmehr ist es die Pflicht beider Eltern ihr Kind zu versorgen, zu betreuen und zu erziehen.

Unmittelbar nach der Geburt des ersten Kindes muss sich die Familie neu „organisieren“. Sind die Väter noch bei der Geburt dabei, so bleibt die Mutter oft wenige Tage nach der Entbindung mit dem Kind alleine zu Hause während der Vater arbeitet. Sinnvoll wäre hier eine mehrwöchige gemeinsame Familienfindungsphase in der auch der Vater gesetzlich von der Arbeit freigestellt wird (Elternschutzgesetz).

Die gemeinsame elterliche Sorge soll begründet werden, wenn „die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht“ (§1626a BGB). Zur Auflösung der gemeinsamen Sorge gem. §1671 (2) BGB ist es dann aber ausreichend, wenn eine Einzelsorge dem Kindeswohl „am besten entspricht“. Dies führt regelmäßig dazu, dass Eltern in einen Wettbewerb getrieben werden, wer „der beste“ Elternteil für ein Kind ist. Dies fördert Streit, – Streit der vor allem die Kinder belastet und in der Folge einen Elternteil zumeist unnötig der elterlichen Sorge enthebt. Ausschließlich Kindeswohlgefährdung soll die Aberkennung der gemeinsamen elterlichen Sorge rechtfertigen.

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Kinder benötigen neben elterlicher Zuwendung und Unterstützung auch finanzielle Mittel, um ihr Leben und ihre Entwicklung gestalten zu können. In intakten Familien werden diese Mittel gemeinsam von beiden Eltern aus dem gemeinsamen Haushaltseinkommen aufgebracht.

Nach einer Trennung der Eltern stellt sich die Frage, wie der Kindesunterhalt zukünftig geregelt werden soll. Der übliche Weg ist bisher, dass ein elterlicher Haushalt (in der Regel der Mutter) „Betreuungsleistungen“ aufbringt, während in der Regel der väterliche Haushalt für die Finanzierung der Kinder sorgt. Dies ist dem historischen Rollenverständnis geschuldet, dass die Kinderbetreuung Aufgabe der Frau, die finanzielle Versorgung Aufgabe des Mannes sei. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat diese Rollenverteilung vollkommen zu Recht als „ein völlig überholtes Familienmodell“ bezeichnet (Tagesspiegel vom 07.01.2015).

Dies ist jedoch weder gesellschaftlich gewollt, noch der Entwicklung der Kinder förderlich. Die gemeinsame Verantwortung beider Eltern, wie sie bereits in Art. 3 GG festgeschrieben ist, besteht auch nach einer Trennung der Eltern fort und sollte entsprechend ermöglicht und gefördert werden.

Moderne Eltern haben diese „klassische“ Rollenverteilung schon lange aufgebrochen und kümmern sich partnerschaftlich um Familien- und Erwerbsarbeit. Nach einer Trennung auf der Paarebene wollen Väter nicht in die Rolle des Allein-Ernährers gedrängt werden, sondern weiterhin die bisher praktizierte gemeinsame Betreuungs- und Erziehungsverantwortung für ihre Kinder, „auf Augenhöhe“ mit der Mutter, wahrnehmen. In der modernen Nachtrennungsfamilie sollte es keine „Allein-Erziehenden“ mehr geben.

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